22.06.2010

VLC 1.1.0 – "The Luggage" erschienen

vlcNach dem die Version 1.0.6 nur als Quelltext erschienen ist, kommt nun endlich eine Version, die der Nutzer nicht selber kompilieren muss. Wobei diese Version die Versionsnummer 1.1.0 trägt.

Neu ist die Möglichkeit, mit geeigneter Grafikkarte unter Windows 7, Vista und unter Linux H.264, VC-1/WMV und MPEG-2 direkt vom Grafik-Chip dekodieren zu lassen. Unter Windows nutzt der VLC media player dazu DirectX Video Acceleration (DxVA2), unter Linux die Video Acceleration API (VAAPI). Bei Embedded-Linux-Systemen soll Khronos’ OpenMax IL für DSP-gestütztes Decoding sorgen. Momentan sehen sich die Entwickler dazu gezwungen, Windows-Nutzern Nvidia-GPUs zu empfehlen. ATI/AMDs Treiber seien fehlerhaft; Unterstützung für Intel-GPUs fehlt bisher ganz.

Ein komplettes Changelog bekommt Ihr unter http://www.videolan.org/developers/vlc-branch/NEWS

Die bisherige Unterstützung für den Internet-Radiodienst Shoutcast fehlt allerdings in der neuen Fassung des VLC media player. Letztes Jahr wurde das Entwickler-Team von Shoutcast-Besitzer AOL mehrmals aufgefordert, sich an Lizenzbedingungen zu halten, die nicht mit dem Open-Source-Projekt vereinbar seien. In folges dessen hat man sich dazu entschlossen, das Shoutcast-Modul nicht mehr mit auszuliefern. Wer sich über AOLs Lizenzbedingungen beschweren möchte, kann sich hier direkt an die zuständigen AOL-Mitarbeitern wenden, deren Mailadressen auf der VideoLAN-Webseite verlinkt sind.

Download und weitere Infos unter: http://www.videolan.org/

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